Seite zuletzt aktualisiert am 20. März 2007
Traditionsgemäß nahmen zahlreiche Mitglieder des MTC´81 (14 Fahrer und 2 Beifahrer) auch im Jahr 2001 wieder an der FIM-Rally, welche dieses mal in Killarney / Irland veranstaltet wurde, teil.
Die Teilnehmer reisten wieder in mehreren Gruppen an, wobei hier die Fahrt der größten Gruppe beschrieben werden soll.
Der Treffpunkt war wie immer die Raststation Schottwien an der Semmering-Schnellstrasse S 6, von wo aus vier Fahrer am Samstag, dem 23. Juni um Punkt 8 Uhr Richtung Westen aufbrach.
Die Etappe des ersten Tages führte über zirka 540 Kilometer bis zum Hotel Post nach Pfunds in Tirol, welches zwar nicht auf direktem Weg nach Killarney liegt, aber Wolfgang, der Webmaster des MTC´81 hatte die Absicht, dort einen norwegischen Honda Pacific Coast - Fahrer zu treffen, welcher dort für eine Woche auf Urlaub war.
Da dieser jedoch nichts von dem geplanten Treffen wußte und er Wolfgang auch noch nicht persönlich, sondern nur von einigen E-Mail-Kontakten kannte, war seine Überraschung groß, als er plötzlich von einem vermeintlich Unbekannten mit seinem Vornamen angesprochen wurde !
Eine weitere Überraschung war, daß auch ein deutscher Pacific Coast-Fahrer aus Fürth zu dem Treffen anreiste, und so saß man bis spät in die Nacht zusammen und plauderte über die gemeinsamen Interessen, das Motorradfahren im allgemeinen und speziell über die Honda Pacific Coast - alles in allem ein gelungener Abschluß des ersten Reisetages !
Am Sonntag, dem 24. Juni ging es dann über die Arlberg - Bundesstraße nach Vorarlberg und dann auf Autobahnen weiter nach Deutschland, bis nach Gundersheim bei Worms, wo die nächste Übernachtung geplant war. Die gefahrene Strecke an diesem Tag betrug zirka 550 Kilometer.
Wolfgang, der die gesamte Reise organisiert hatte, hatte dort über das Internet in einem Hotel die benötigten Zimmer vorreserviert und als die Vierergruppe eintraf, wurde sie bereits von zwei weiteren Mitgliedern des MTC´81, welche direkt nach Gundersheim angereist waren, empfangen.
Das Kraft Hotel in Gundersheim ist ein typisches Übernachtungshotel für Reisende, verkehrstechnisch günstig an der Autobahnabfahrt gelegen, mit nicht allzu großen, aber sauberen Zimmern zu vernünftigen Preisen (Einzelzimmer DM 40.-/Doppelzimmer DM 70.- , Frühstücksbüffet DM 9.50 pro Person).
Die nächste Etappe führte am Montag, dem 25. Juni über zirka 590 Kilometer von Gundersheim über Koblenz, Aachen, Lüttich, Brüssel, Brügge und Dünkirchen nach Calais und wurde zur Gänze auf deutschen, belgischen und französischen Autobahnen absolviert.
In Coquelles, einem an Calais angrenzenden Nachbarort wurden die bereits ebenfalls vorreservierten Zimmer im B&B Hotel bezogen. Das B&B Hotel ist ebenfalls ein typisches Übernachtungshotel mit zwar winzigen Zimmern, dafür aber umso günstigeren Preisen ! So kostet das Doppelzimmer in der Hauptsaison nur FRF. 210.- , das Vierbettzimmer FRF. 265.- und das Frühstücksbüffet FRF. 26.- pro Person !!
Am nächsten Morgen stand die "Unterquerung" des Kanals per Eurotunnel auf dem Programm. Die reservierten Tickets lauteten auf die Abfahrtszeit 10.06 Uhr, da die MTC´81-Truppe aber bereits um 9 Uhr am Terminal eintraf und der Eurotunnel anscheinend bei weitem nicht ausgelastet ist, konnte problemlos auf den Zug um 9.21 Uhr umgebucht und dadurch eine dreiviertel Stunde gewonnen werden.
Der Eurotunnel führt von Calais in Frankreich nach Folkestone in England. Die Fahrt bei einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h mit dem Shuttle-Zug durch den Tunnel dauert nur eine halbe Stunde und man ist damit wesentlich rascher in England als mit einer Fähre.
Die ungefähr 500 Kilometer lange Fahrt von Folkestone in England
nach Saundersfoot in Wales verlief, bis auf einige Staus auf Autobahnen im
Raum London, unspektakulär. Auf der Autobahn M4, zwischen Bristol und
Cardiff, war eine gewaltige Brücke zu befahren, die an und für
sich mautpflichtig ist, für Motorräder aber kostenlos zu befahren
ist.
| In Saundersfoot wurde im Guesthouse
"The Lanterns" übernachtet, einem liebevoll restaurierten alten
Haus, welches von den überaus netten Besitzern Vivien und Steve
Dick geführt wird. Vivien und Steve zeigten sich sehr interessiert
an den Motorrädern und plauderten mit der MTC-Crew im gemütlichen
Kellerstüberl bis spät in die Nacht. Die Zimmerpreise bewegen
sich mit 20.- Pfund Sterling pro Person im geräumigen
Zweibettzimmer im günstigen bis akzeptablen Bereich, noch
dazu, wenn man das im Preis inbegriffene, sehr reichhaltige englische
Frühstück berücksichtigt. Dieses Frühstück
besteht üblicherweise aus Cornflakes mit Milch, sowie anschließend
Spiegelei, angebratenem Schinken, gebratenem Würstchen, gebratener
Blut- und Leberwurst ("black pudding" bzw. "white pudding")
und manchmal werden auch noch Bohnen dazu gereicht.
"The Lanterns" hat leider noch keine Homepage, ist aber per E-Mail zu erreichen. |
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"The Lanterns" in Saundersfoot |
Saundersfoot ist als ruhiger kleiner Hafenort ein bevorzugtes Urlaubsziel hauptsächlich der mittleren bis älteren Bevölkerungsschichten und ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark Pembrokeshire Coast.
Durch die geringe Entfernung vom Fährhafen Pembroke Dock war Saundersfoot für die MTC´81-Mitglieder auch ein guter Ausgangspunkt für die nächste Tagesetappe, nämlich die Überfahrt von Großbritannien nach Irland am Mittwoch, dem 27. Juni.
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Die Fahrt zur nächsten Übernachtung, dem "Orchard Guesthouse"
in Oilgate, zehn Kilometer nördlich von Wexford, war in einer
halben Stunde geschafft und die Zimmer rasch bezogen.
Nach erfolgter Körperpflege ging es zu einer "Besichtigung" des lokalen Pubs, wo eine kleine Mahlzeit eingenommen wurde und wo auch erstmals das berühmte irische "Guinness" - Bier verkostet werden konnte. Dieses dunkle, fast schwarze Bier ist etwas alkoholärmer als die in Österreich gebrauten Biere und auch praktisch kohlensäurefrei. Obwohl es einen für österreichische Gaumen etwas eigenartigen Geschmack aufweist wurde dieses irische Nationalgetränk auch zum bevorzugten Getränk eines Großteils der MTC´81-Truppe während ihres Aufenthalts in Irland. |
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"Orchard Guesthouse" - Oilgate |
Kaum im Pub angekommen, begann es zu regnen, aber die MTC-Crew war auf dieses typisch Irische Wetter eingestellt und als man das Pub verließ, hatte der Regen auch schon wieder aufgehört.
Am Donnerstag, dem 28. Juni regnete es während des Frühstücks ebenfalls und man stellte sich schon auf einen Tag im Nassen ein, aber bis zur Abfahrt war es bereits wieder trocken.
Bei einer Essenspause begann es wieder einmal zu regnen, also wurden die Regenkombis übergezogen und weiter ging es auf der Hauptstraße N7, welche von Dublin in Richtung Limerick führt, westwärts.
Bei Roscrea wurde die N7 wieder verlassen und über Birr ging es nach Banagher, wo zum ersten mal auf dieser Reise kein vorgebuchtes Quartier zur Verfügung stand. Nach kurzer Suche war aber auch dieses Problem gemeistert und zum Abendessen ging es wieder ins nächste Pub/Restaurant.
Freitag, der 29. Juni, morgens : REGEN !
Aber bereits während des Frühstücks beruhigte sich der Himmel wieder und bei der Abfahrt zeigten sich schon wieder ein paar blaue Flecken am Firmament !
Die weitere Fahrt nach Killarney hätte man fast als Routine bezeichnen könne, hätte es da nicht ein kleines, kaum nennenswertes "Hoppala" gegeben :
Bei einer Baustelle mußte der MTC´81-Troß aufgrund der auf "rot" geschalteten Ampel anhalten. Als die Fahrzeuge zum Stillstand kamen und die Füsse der Fahrer eigentlich dafür sorgen hätten sollen, daß die Motorräder senkrecht bleiben, rutschte bei einem der Fahrer (über seinen Namen soll gnädig der Mantels des Schweigens gebreitet werden) der linke Fuß weg und schon kippte das Motorrad samt seinem "Reiter" in die selbe Richtung ! Glücklicherweise trug der Fahrer aber keine und das Motorrad nur geringe "Verletzungen", nämlich kleine Kratzer in der Seitenverkleidung, davon.
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Das für eine Woche gemietete Haus
in Killarney, welches Platz für 12 Personen
bietet, war anschließend bald gefunden und es konnte an die
Einteilung der Zimmerbelegung gehen.
Hier galt es noch ein kleines Problem zu lösen, da die Zimmer vorwiegend mit Doppelbetten ausgestattet waren, die Mehrheit der MTC-Truppe aber Einzelbetten bevorzugte. Bald war man sich aber einig und nach erfolgter Erfrischung marschierte man gemeinsam zu einer Besichtigung in das Stadtzentrum und - natürlich - in ein Pub, in welchem an diesem Abend sogar Livemusik dargeboten wurde. |
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Das "Hauptquartier" des MTC´81 in Killarney |
Am Samstag, dem 30. Juni und am Sonntag, dem 1. Juli gönnte sich die MCT´81-Crew jeweils einen Ruhetag, denn die in der vergangenen Woche zurückgelegten 2.600 Kilometer sowie der tägliche Wechsel der Quartiere hatten doch etwas an der Substanz gezehrt.
Am Samstag mußte sich Wolfgang dazu aufraffen, den kleinen lokalen Motorradhändler aufzusuchen und einen neuen Vorderreifen für seine Honda Pacific Coast zu ordern - die holprigen irischen Straßen mit ihrem rauhen Asphalt hatten ihren Tribut gefordert und das Profil des Reifens fast zur Gänze "abgerubbelt". Und wider erwarten war der Händler auch imstande, den Reifen, der die selten verwendete Dimension 120/80-17 aufweist, innerhalb von nur zwei Tagen zu besorgen !
Ebenfalls am Samstag stießen zwei weitere Fahrer zur Gruppe, damit war die -Mannschaft bereits auf acht Mann - nein, eigentlich sieben Mann und eine Frau - angewachsen und ab Montag waren mit der Ankunft von fünf weiteren Mitgliedern bereits dreizehn FIM-Rally-Teilnehmer des MTC´81 am Ort des Geschehens.
| Nach den beiden Ruhetagen stand am Montag
der "Ring of
Kerry" auf dem Programm.
Diese Tour, die rund um die Halbinsel Iveragh führt, ist ein "Muß" für alle Touristen, die den Südwesten Irlands besuchen. |
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Küstenlandschaft am "Ring of Kerry" |
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Auf dieser ca. 160 Kilometer langen Rundfahrt kann man praktisch all das bewundern, wofür Irland so berühmt ist: Berge, Küstenlandschaften und die endlosen grünen Wiesen, welche durch Buschreihen oder Steinmauern unterteilt werden und von unzähligen Rindern und Schafen bevölkert werden. |
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Am "Ring of Kerry" |
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| Der Dienstag wurde zum shoppen und zur
Stadtbesichtigung genutzt und am Mittwoch wurde mit dem Bus der
erste Ausflug unternommen, der von den Veranstaltern der FIM-Rally
organisiert worden war.
Die Fahrt führte zur sogenannten "Garnish Island", eine Insel, auf welcher aufgrund des milden und feuchten Klimas Pflanzen aus der ganzen Welt, auch aus subtropischen Klimabereichen, gedeihen. In den Buchten der Insel haben sich auch zahlreiche Robben angesiedelt, welche sich an die Touristen in den Ausflugsbooten bereits gewöhnt haben und sich ohne Scheu fotografieren ließen. |
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Subtropische Vegetation auf "Garnish Island" |
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Der "parc fermé" auf einem Parkplatz im Zentrum Killarneys |
Ab 19 Uhr wurde im National Events Center, in welchem die gesamte Veranstaltung abgewickelt wurde, das Abendessen eingenommen und anschließend wurde Livemusik sowie eine geradezu sensationelle Darbietung einer "Riverdance"-Tanzgruppe geboten. Die "Benzingespräche" der MTC-Crew mit bekannten und befreundeten Bikern anderer in- und ausländischer Clubs dauerten anschließend bis spät in die Nacht.......
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Am Freitag startete man zum zweiten Busausflug
dieser FIM-Rally, und zwar ging es als erstes zur sogenannten "Crag Cave".
Diese sehenswerteTropfsteinhöhle wurde erst in den Achtzigerjahren erforscht und bald darauf der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. |
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In der "Crag Cave" |
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Weiter ging es zu einer Rundfahrt auf der "Dingle Peninsula" , der Halbinsel Dingle, die ähnliche landschaftliche Schönheiten bietet wie der "Ring of Kerry", wenn sie diesen damit nicht sogar noch überflügelt ! |
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Irgendwo auf der Halbinsel Dingle..... |
Der Ort Dingle |
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GALLARUS ORATORY auf Dingle |
Der westlichste Punkt Dingles |
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Schon auf dem Weg dorthin säumten viele Menschen die Straßen und winkten den vorbeifahrenden Bikern zu. Als der Konvoi der Motorräder die Stadt erreichte hatten sich bereits so viele Zuschauer eingefunden, daß die Gehsteige die Massen nicht mehr fassen konnten.
Die Leute standen daher auch zu Hunderten auf den Straßen und ließen den Paradeteilnehmern nur wenig Raum zum passieren. Die Begeisterung der Zuschauer, vom Kleinkind bis zur Großmutter, war überwältigend und sprang auch auf die Motorradfahrer über.
Nach dem passieren des Stadtzentrums löste sich die Parade auf und die Biker begaben sich zu ihren Quartieren, um anschließend rechtzeitig bei der Abschlußveranstaltung anwesend sein zu können.
Nach der Preisverleihung wurde die Ausrichtung der nächstjährigen FIM-Rally dem dänischen Veranstalter übertragen. Die 57. FIM-Rally findet vom 2. bis 6. Juli 2002 in der Stadt Aalborg im Norden Dänemarks statt.
Der Abschlußabend dauerte für einige Mitglieder des MTC´81 ebenfalls wieder bis weit nach Mitternacht und mußte aber, da am nächsten Morgen ja die Heimreise angetreten werden sollte, "verfrüht" beendet werden.
Die Rückfahrt nach Österreich wurde, ebenso wie die Anreise nach Irland, wieder in mehreren Gruppen angetreten.
Der MTC´81 ist auch bereits wieder eifrig dabei, seine Teilnahme an der FIM-Rally 2002 in Aalborg zu planen !