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58. FIM - Rally in Benalmadena / Spanien 11. - 14. Juni 2003 |
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Auch für 2003 hatten wieder viele MTC`81 - Mitglieder ihre
Teilnahme an der FIM-Rally geplant, insgesamt hätten es dieses
Jahr 17 Fahrer/Innen samt ihren Motorrädern werden sollen.
Doch bereits kurz nach erfolgter Teilnahmemeldung beim
Österreichischen
FIM-Delegierten mußten insgesamt drei Mitglieder ihre Anmeldung
wieder zurückziehen - einer aus gesundheitlichen und zwei aus
familiären Gründen.
Es verblieben also insgesamt 14 Teilnehmer, die sich gegen Ende
Mai auf den Weg nach Benalmadena machen sollten.
Da sich eine solch große Zahl von Personen wohl kaum unter einen
Hut bringen lassen würde - die Interressen der Einzelnen sind
doch zu unterschiedlich - und auch die Terminplanung keine
gemeinschaftliche Fahrt zuließ, reiste die MTC`81-Truppe in
insgesamt 5 Gruppen sowie den unterschiedlichsten
Streckenführungen
nach Benalmadena.
Die Gruppen bestanden aus folgenden Teilnehmern :
Der nun folgende Reisebericht gibt im wesentlichen die Fahrt der
"Zweier-Partie" wieder :
Die Abfahrt erfolgte am Sonntag, den 1. Juni um 7 Uhr morgens,
die Strecke führte von Gloggnitz über die S 6 bis St.
Michael,
danach über die A 9 nach Liezen.
Weiter ging es über die Ennstal-Bundesstraße sowie ein
kurzes
Stück der Tauernautobahn nach Bischofshofen, dann weiter nach
Zell am See und die Pinzgauer Bundesstraße bis Mittersill. Nach
Überquerung des Paß Thurn fuhr man über Kitzbühel
weiter nach
Wörgl, danach über die Inntalautobahn bis Landeck. Der
Arlberg
wurde nicht auf der mautpflichtigen Schnellstraße sondern auf
der alten Paßstraße überquert und in
Feldkirch/OrtsteilTosters
wurde dann im Gasthof Löwen das
bereits vorreservierte Quartier bezogen. Diese erste Tagesetappe
führte über knapp mehr als 600 Kilometer, was besonders
für
Gerlinde mit ihrer doch etwas brustschwachen 250-er eine
beachtliche Leistung darstellte !
| Tags darauf überquerte man die Grenze
zur Schweiz wo es bei einer Tankstelle, an der die Schweizer
Autobahnvignetten gekauft wurden, einen unfreiwilligen Aufenthalt gab : Sigis neue, noch nie verwendete Kreditkarte wurde an dieser Tankstelle nicht akzeptiert und es bedurfte in weiterer Folge noch mehrerer Telefonate mit der Kreditkartengesellschaft in Wien, bis die Karte endgültig freigeschaltet war. Auf Bundesstraßen ging es dann nach Rapperswil, allerdings nicht ohne daß unterwegs wegen eines Gewitters eine etwa einstündige Zwangspause eingelegt werden mußte. Kurz nach Rapperswil nahm man die Autobahn Richtung Zürich, wo man dann auch noch eine kleine Ehrenunde in der Stadt drehte. Tja, auch bei Verwendung eines GPS-Systems ist man nicht gänzlich vor "Umwegen" gefeit ..... Kurz nachdem man die Autobahn wieder gefunden hatte und auf ihr in Richtung Genf unterwegs war, geriet die Gruppe dann in einen Mega-Stau. Aufgrund eines Unfalles war die Autobahn gesperrt und die Fahrzeuge im kilometerlangen Stau standen dermaßen dicht aneinander, daß es auch für ein Motorrad fast unmöglich war sich am Stau "vorbeizuschwindeln". In diesem Stau "verlor" Wolfgang auch den Rest der Gruppe - was im Verlauf dieser Reise noch häufiger passieren sollte - und begab sich daher alleine auf den Weg nach Süden. Auf halber Strecke zwischen Zürich und Genf ging dann noch ein gewaltiges Hagelunwetter nieder, wobei die Hagelkörner ganz gehörig auf die Helme der Fahrer und die Windschutzscheiben der Motorräder trommelten. In Chambery/Frankreich traf die Gruppe dann beim bereits vorgebuchten "Formule 1"-Hotel wieder zusammen. Zu Abend gegessen wurde gleich im benachbarten Restaurant "Campanile", welches allerdings doch ziemlich stolze Preise hatte - eine Flasche Bier mit 0,33 Liter Inhalt kostete sagenhafte EUR 3,20 und eine Lasagne um EUR 10,- kann man wohl auch nicht gerade als Sonderangebot bezeichen ! Man stelle sich auch die großen Augen von Gerlinde vor als sie erfuhr, daß für die von ihr konsumierte Nachspeise EUR 7,- zu berappen waren...... Rechtschaffen müde begab man sich anschließend zur Ruhe, hatte doch auch der zweite Reisetag wieder über deutlich mehr als 500 Kilometer geführt. |
| Bei der Planung der Route hatte man zwar
überlegt zu campieren, hatte sich dann aber doch für
Übernachtungen in preiswerten Hotels, "Hostals" und "Albergarias"
entschieden. Die Formule 1 Hotels bieten zwar nur spartanisch eingerichtete kleine Zimmer mit Etagenduschen und -Toiletten, dafür ist der Zimmerpreis - je nach Hotel EUR 25,- bis EUR 30,- - aber auch extrem günstig, das einfache Frühstücksbuffet kostet EUR 3,- bis EUR 3,50 pro Person extra. Notfalls können sogar bis zu 3 Personen (die aber nicht an Klaustrophobie leiden dürfen) um diesen Preis in einem Zimmer übernachten. Die Tagesetappe des 3. Juni führte nach Martigues in Südfrankreich und wurde vollständig auf kleinen bis mittleren Landes- bzw. Bundesstraßen absolviert. Die größeren Städte entlang dieser Strecke waren Voreppe, Romans sur Isere, Valence, Montelimar, Orange und Avignon. In der Provence kam man ungeplanterweise auch durch den berühmten Weinbauort Chateauneuf du Pape, leider blieb aber keine Zeit um einen der dort erzeugten edlen Tropfen zu verkosten. Da sich beim Formule 1 - Hotel Martigues kein Restaurant in unmittelbarer Nähe befand, bestellte man auf Empfehlung des Rezeptionisten bei einem Pizzadienst vier Pizzen sowie einige Dosen Bier und verzehrte diese auf den vor dem Hoteleingang aufgestellten Holztischen. Diese bis dahin kürzeste Tagesetappe führte über knapp mehr als 400 Kilometer. |
| Gleich zu Beginn des 4. Reisetages stand die Visite der
Camargue, wie das Mündungsdelta der Rhone genannt wird, auf dem
Programm. Bereits wenige Kilometer nach der Abfahrt in Martigues bog man nach Süden auf die Landesstraße N 268 ab und weiter ging es in dieser Reihenfolge auf der D35 / D36 / D36C / D36B / D37 / D570 / D58 und D62 Richtung Montpellier. Bereits kurz nach der Abzweigung wurde die Rhone auf einer Fähre überquert auf welcher Motorräder entweder kostenlos transportiert werden oder der Kassier einfach nur ein wenig nachlässig war - jedenfalls kassierte er nur von den ebenfalls transportierten PKWs und LKWs eine Gebühr ein. |
| Die gemächliche Fahrt durch den
Nationalpark Reserve
Nationale de Camargue , der sowohl landschaftlich als auch
in Bezug auf die Tier- und Pflanzenwelt äußerst interessant
ist, nahm mehrere Stunden in Anspruch. Es gab sowohl die berühmten weißen Pferde, die in der Camargue frei leben und auch bis knapp an die Straße herankommen, als auch die weißen und rosafarben Flamingos zu bestaunen. |
| Nach dem verlassen der Camargue kam man
eine zeitlang etwas zügiger voran, da man zwischen Montpellier und
Narbonne die N 9, eine gut ausgebaute Bundesstraße,
benützte. Ab Narbonne ging es dann hauptsächlich auf kleinen
und kleinsten Landesstraßen, wie der D 613 und der D 20,
südwestwärts in Richtung Andorra. Diese Straßen sind
wohl eher für Enduro-Fahrer geeignet - eng , kurvenreich und
streckenweise so extrem holprig, daß mit Rücksicht auf die
Motorräder eine Geschwindigkeit von 20 - 30 km/h schon das
höchste der Gefühle darstellte. Der Vorteil dieser
Streckenwahl lag aber darin, daß man großteils alleine auf
diesen Straßen unterwegs war und auch ausgiebig Zeit hatte, sich
der landschaftlichen Schönheiten des Languedoc-Roussillon, wie
diese Region Frankreichs genannt wird, zu erfreuen. |
| Kurz vor Andorra mußte noch eine Umleitung in Kauf
genommen werden, da die direkte Route wegen Bauarbeiten gesperrt war. Die letzten Stunden der Reise hatten doch schon etwas an der Substanz der Fahrer gezehrt und man war deshalb auch froh, als man endlich die Grenze zu Andorra überquert hatte und kurz nach der Paßhöhe eine kleine Pause einlegen konnte. Von hier waren es noch knapp 15 Kilometer bis nach Encamp, einem Vorort von Andorra, der Hauptstadt des gleichnamigen Zwergstaates. Andorra scheint im Winter ein einziges, großes Schigebiet zu sein, zumindest lassen die zahllos vorhandenen Hotels diesen Schluß zu. Im Sommer stehen dann naturgemäß viele dieser Hotels leer und diejenigen, die doch geöffnet haben, locken ihre Gäste mit extrem günstigen Preisen, die oft nur die Hälfte des Wintersaisonpreises betragen. |
| Wolfgang hatte schon vor der Abreise im Internet einige
mögliche Hotels in Encamp ausgewählt und jenes, welches
besonders interessant erschien wurde - allerdings mit etwas Glück
- auch auf Anhieb gefunden : das VIP+ Hotel, ziemlich am Ortsanfang von Encamp, direkt an der Hauptstraße gelegen. In diesem *** Hotel betrug der Zimmerpreis inklusive Frühstücksbuffet für zwei Personen nur unglaubliche EUR 30,- , ein Preis, der in Österreich in so manchem schlechteren Quartier pro Person verlangt wird ! Daß das Hotel erklärterweise auch "Biker friendly" ist, war noch ein zusätzlicher Pluspunkt. Alle waren mit dem schönen und preiswerten Quartier zufrieden und nach erfolgter Körperpflege und einem Bier an der Hotel-Bar marschierte man in ein gleich gegenüberliegendes Restaurant. Man ließ sich das Abendessen schmecken und beschloß diesen mit seinen wieder mehr als 500 gefahrenen Kilometern doch etwas anstrengenden Tag mit einer Flasche ausgezeichneten Rotweins. Diese wurde von einer jungen Portugiesin, die als Saisonnier in Andorra arbeitete und leider kaum Englisch sprach, serviert. |
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| Die Tagesetappe des 5. Reisetages sollte die Gruppe laut
Tourenplan von Andorra über Lerida, Zaragoza und Soria bis nach
Aranda de Duero führen. Aber bereits bei der Durchquerung der Hauptstadt Andorra kam man in Zeitverzug, da unzählige Baustellen und extrem starker Verkehr ein weiterkommen oft nur im Schritttempo ermöglichte. Streckenweise gab es auch extrem starken LKW-Verkehr der die Gruppe aber kaum behinderte, scheint doch für LKWs auf Spaniens Bundesstraßen Tempo 90 eher die Untergrenze der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit zu sein ! Zwischendurch mußten auch wieder einmal die Regenkombis übergezogen werden und während eines kurzen, aber heftigen Gewitterregens suchte man Schutz unter dem Dach einer Autobushaltestelle. |
An einer Tankstelle in Burgo de Osma, ca. 70 km vor Aranda, wurde entschieden, diese Tagesetappe etwas abzukürzen und im benachbarten "Hostal" Quartier zu beziehen. Leider sprach die Wirtin weder Englisch noch Deutsch und da keiner der Gruppe Spanisch beherrscht, gestaltete sich die Angelegenheit etwas schwierig. Mit Hilfe von 3 Salzburger Motorradfahrern, die zufälligerweise ebenfalls in diesem Hostal übernachteten und wenigstens ein paar Brocken Spanisch sprachen, wurde aber auch diese Hürde überwunden. Beim ersten, wohlverdienten Bier des Tages in der angeschlossenen kleinen Bar stellte man auch eine eigentümliche, offenbar nur in Spanien beheimatete Sitte fest : kleinere Abfälle, wie Schalen von Pistazien oder Erdnüssen, Verpackungspapier von Zuckerwürfeln und dergleichen mehr, werden einfach auf den Boden des Lokals geworfen und erst nach der Sperrstunde vom Personal entsorgt..... |
| Nachdem die offenbar erst vor kurzem renovierten Zimmer
bezogen worden waren und man sich wieder etwas kultiviert hatte, ging
es zum Abendessen. Da die Speisekarte des angeschlossenen Restaurants aber nur in spanischer Sprache auflag, gab es noch eine Überraschung als Gustav seine Bestellung dann serviert bekam ..... :-) Während des Abendessens ließ man den abgelaufenen Tag noch einmal Revue passieren und besprach auch die für den kommenden Tag geplante Route. Doch bald machte sich die Müdigkeit breit und relativ früh zog es die Gruppe in die Betten..... Trotz verkürzter Tagesetappe konnten auch an diesem Tag wieder mehr als 500 Kilometer vom Streckenplan abgehakt werden. |
| Am Morgen des 6. Tages verlegte man die Abfahrtszeit auf
7.30 Uhr vor, da ja die ca. 70 fehlenden Kilometer des Vortages wieder
hereingebracht werden sollten. Diese Etappe führte über
Aranda, Valladolid, Zamora, Braganca, Mirandela und Vila Real nach
Lamego. Entlang der gefahrenen, landschaftlich äußerst interessanten Strecke wird in Nordspanien intensiv Landwirtschaft betrieben, und zwar sowohl Ackerbau als auch Weinbau. |
| Im Gegensatz zu der durchquerten - ziemlich flachen -
Landschaft in Nordspanien zeigte sich Nordportugal eher von der
bergigen Seite. Praktisch überall in Nordportugal fuhr man durch Weinbauregionen, eine davon ist die Provinz Porto. Hier wird der berühmte Portwein, ein schwerer, süßer Rotwein, hergestellt. In Lamego war bald ein Quartier im Ortszentrum gefunden und bevor man sich zum Abendessen in eine nahegelegene Pizzeria begab, vergönnte man sich noch ein schnelles Bier in einem kleinen Straßenlokal. Es war übrigens das preisgünstigste, in einem Lokal konsumierte Bier des gesamten Urlaubes - ein halber Liter um unglaubliche EUR 1,50 ! Auch an diesem Reisetag hatte man wieder etwas mehr als 500 Kilometer hinter sich gebracht. |
| Am nächsten, dem 7. Reisetag, vermied man ebenfalls -
bis auf ein kurzes Stück in der Nähe von Lissabon - die
mautpflichtigen portugiesischen Autobahnen. Das Zwischenziel, der Wallfahrtsort Fatima, war auch so bald erreicht und nachdem die Wallfahrtsstätte besichtigt worden war ging es in gemütlichem Tempo weiter. Wer nebenstehendes Foto betrachtet wird verstehen, warum die Gruppe bei ihren Touren Landstraßen bevorzugt und Autobahnen nach Möglichkeit meidet ! |
Als das Ziel dieser Tagesetappe, die Stadt Sines an der Westküste Portugals, erreicht war, war es bereits nach 20 Uhr geworden und statt noch lange nach einem preiswerten Quartier zu suchen entschied man sich für die **** Albergaria Dom Vasco. Dieses Quartier war zwar das teuerste der gesamten Reise (EUR 40,- pro Person im Zweibettzimer), dafür entschädigten aber die geräumigen, gut ausgestatteten Zimmer, der Begrüßungs-Drink in Form eines Glases Portwein und das sagenhafte Frühstücksbuffet. Zur Überraschung aller sprach Cristina, die den Begrüßungs-Drink (und auch einige Biere) servierte, fließend Deutsch - sie hatte vier Jahre lang in Vorarlberg als Saisonnier gearbeitet. Auch an diesemTag war man Benalmadena, dem Ziel der Reise, wieder um 500 Kilometer nähergekommen..... |
| Für die Etappe des 8. Tages waren nur
etwas mehr als 300 Kilometer eingeplant, deshalb konnte man sich
ausreichend Zeit nehmen, um auf kleinsten Landstraßen entlang der
Atlantikküste nach Süden zu fahren. In gemächlichem Tempo ging es in Richtung des Süd-Westzipfels von Portugal, dem "Cabo de Sao Vicente", das wenige Kilometer westlich der Stadt Sagres gelegen ist. Hier fallen die Felsen steil zum Atlantik ab und Wolfgang konnte für ein Erinnerungsfoto mit seinem Motorrad bis nahe an den Abgrund heranfahren. |
| Entlang der Küste der Algarve fuhr die
Gruppe dann Richtung spanischer Grenze. An der Algarve wird, zusätzlich zu den bereits bestehenden, immer noch an neuen Feriensiedlungen und Appartementhäusern gebaut und es scheint absehbar zu sein, daß diese landschaftlich äußerst schöne Küste ebenfalls bald zubetoniert sein wird..... Auf einer kleinen Fähre wurde der Grenzfluß zwischen Portugal und Spanien überquert und ohne lange suchen zu müssen war im Ferienort Isla Cristina auch gleich ein Quartier gefunden, da ja noch Vorsaison war und sich zu dieser Zeit nur wenige Touristen hier aufhielten. |
| Für den 9. Reisetag, der über rund 350 Kilometer
führen sollte war vereinbart worden, die "Einser-Partie" (Bobby,
Fritz, Günter, Gerhard und Sepp) in Tarifa zu treffen. Der Weg führte vorerst in Richtung Sevilla, und im Verlauf der Fahrt passierte man auch eine durch eine hohe Stadtmauer befestigte, mittelalterliche kleine Stadt. Auf dem Weg nach Sevilla "verlor" Wolfgang den Rest der Gruppe - wieder einmal - als er anhielt um Fotos zu schießen. Bereits zwischen Sevilla und Jerez de la Frontera fand man aber wieder an einer Raststation zueinander und gemeinsam ging es weiter nach Jerez. |
| Wolfgang hatte mit der "Einser-Partie"
telefonisch für 16 Uhr einen Treffpunkt im Hafen Tarifas
vereinbart. Die Mitglieder dieser Gruppe hielten sich bereits seit
einem Tag in diesem Ort in Südspanien auf und hatten auch bereits
im selben Hotel zwei Zimmer für die anreisende "Zweier-Partie"
reserviert. Gerhard und Sepp konnten die Neuankömmlinge aber nicht
sofort begrüßen, denn sie hatten diesen Tag für einen
Ausflug mit der Fähre nach Tanger in Marokko genutzt. Abends saß man dann im Restaurant des Hotels beisammen und berichtete einander vom bisher in diesem Urlaub Erlebten. |
| Für den nächsten Tag, den 10.
Juni war das Zusammentreffen mit Günther und Didi in Gibraltar
geplant. Damit war die MTC´81 - Truppe bereits auf 11 Motorräder angewachsen und man fuhr zum gemeinsamen Fototermin zum südlichsten Punkt der Halbinsel. Nachdem der Großteil der Gruppe noch auf den Felsen von Gibraltar gefahren war um die berühmten Affen zu sehen, verließ man Gibraltar wieder und nahm die letzten 110 Kilometer nach Benalmadena in Angriff. |
| Der 11. Juni wurde - nach den doch recht
anstrengenden vergangenen Tagen - zur Erholung genutzt. Im Laufe des Tages stießen auch Viktor, der die ganze Anreise alleine absolviert hatte sowie Sieglinde und Helmut, die innerhalb von nur 4 Tagen die ca. 2900 Kilometer lange Strecke von Österreich über München nach Benalmadena zurückgelegt hatten, zu den bereits Anwesenden. Damit war das Team des MTC´81 auf 14 Teilnehmer angewachsen - eine gute Basis im Bewerb der Nationalen Clubwertung. |
| Am 12. Juni wurden die
Motorräder der Teilnehmer nach der Ankunftskontrolle im Bereich
der Marina von Benalmadena im sogenannten Parc fermee abgestellt. Die Zeit bis zur Öffnung des Parc fermee um 17 Uhr stand den Teilnehmern zur Besichtigung der Stadt zur Verfügung. Am frühen Nachmittag gab es zur Verpflegung der Motorradfahrer gegrillte Spieße und Paella. Die Paella wurde in zwei riesigen Metallpfannen über offenem Holzfeuer gekocht und schmeckte übrigens ausgezeichnet ! |
| Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück am Morgen
des 15. Juni trennten sich die Wege der einzelnen Gruppen wieder. Präsident Sigi mußte so schnell wie möglich nach Österreich zurückkehren und trat deshalb die Fahrt, ebenso wie Günther, der noch gemütlich "sightseeing" betreiben wollte, alleine an. Sieglinde, Helmut und Viktor nahmen den Weg über Portugal und die "Einser-Partie" besichtigte noch Granada, die Sierra Nevada, das Kloster Montserrat in der Nähe von Barcelona sowie Andorra, bevor sie wieder den Autoreisezug Narbonne - München nehmen wollten. |
| Die "Zweier-Partie", zu der jetzt auch Didi
gehörte, begab sich entlang der Costa del Sol und der Costa Blanca
in Richtung des rund 500 Kilometer entfernten Alicante, wo das dortige
Formule 1 Hotel das Ende der ersten Tagesetappe der Rückreise
darstellte. Unterwegs gab es sowohl die baulichen als auch die landschaftlichen Besonderheiten Südspaniens zu bestaunen, wie die strahlend weißen Häuser in den kleinen Dörfern oder die phantastische Küstenlandschaft. |
| Gewaltig auch der Anblick der zahllosen, mit
Sonnenschutzdächern versehenen Obst- und Gemüsekulturen, die
sich im Raum Almeria über geschätzte 200 Kilometer entlang
der Küste nach Nordosten erstrecken und die als weiße
Flächen auf nebenstehendem Foto zu erkennen sind. Nachdem die Gruppe im vorreservierten Formule 1 Hotel in Alicante eingecheckt hatte mußte man feststellen daß sich hier kein Restaurant in der Nähe befand. Und an einem Sonntag ein offenes Lokal in einer spanischen Großstadt zu finden gestaltet sich genauso schwierig wie in unseren Breiten. Die Angestellte einer nahegelegenen Tankstelle empfahl der Gruppe (allerdings in spanischer Sprache) ein ca. 3 Kilometer entferntes Einkaufszentrum. Zuerst war man skeptisch und befürchtete, die junge Frau nicht richtig verstanden zu haben, war es doch Sonntag und man erwartete daher eigentlich nicht, daß ein Einkaufszentrum an diesem Tag geöffnet hatte. Man machte sich jedoch mangels Alternative doch auf die Suche und nach einigen Schwierigkeiten wurde der richtige Weg doch noch gefunden. Das "Centro Comercial" war ein riesiges, zweigeschossiges Bauwerk, in dem die Geschäfte im Erdgeschoß zwar erwartungsgemäß geschlossen hatten, das Obergeschoß entpuppte sich jedoch als "Flaniermeile" mit jeder Menge geöffneter Lokale, Cafes und Pubs. Man entschied sich, an einem Kebab-Stand das Abendessen einzunehmen und wanderte anschließend noch zum nahen Irish Pub um sich noch ein "Guinness" zu gönnen. |
| Der folgende Tag brachte eine Überraschung : nicht
nur, daß es das erste mal seit fast 2 Wochen wieder etwas
regnete, man traf ungeplanterweise auch wieder auf die "Einser-Partie",
die schneller als geplant die Besichtigung Granadas absolviert hatte
und sich zufälligerweise die selbe Strecke für ihre Fahrt
nach Norden ausgesucht hatte. Da die beiden Gruppen aber doch unterschiedliches Tempo fahren wollten, fuhr man wieder getrennter Wege. Im Raum Tortosa hatte man mit einer enormen Nachmittagshitze zu kämpfen - nicht einmal der Fahrtwind vermochte ob der extemen Lufttemperatur eine nennenswerte Erfrischung zu bringen. Am Ende dieser Tagesetappe stand das Formule 1 Hotel in Mollet in der Nähe von Barcelona, welches leider erst nach längerer Suche gefunden wurde. Erwähnenswert an den Formule1 Hotels sowohl in Alicante als auch im Mollet ist, daß in beiden Häusern die Zimmer über eine Klimaanlage verfügen. An diesem Tag verzichtete man auf den Besuch eines Lokals und organisierte das Abendessen im nahegelegenen Supermarkt . Die absolvierte Strecke an diesem Tag betrug wieder deutlich über 500 Kilometer. |
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Für den 17. Juni war die Tagesetappe bis in den Raum
Nimes / Avignon geplant und sollte vollständig auf Landstrassen
absolviert werden. Doch bereits kurz nach der Abfahrt in Mollet "verlor" Wolfgang den Rest der Gruppe und begab sich alleine auf den Weg nach Portbou, dem letzten Städtchen auf spanischem Boden, nahe an der Grenze zu Frankreich gelegen. Kurz vor Portbou war ein Betonmisch-LKW umgestürzt der die Fahrbahn blockierte, daher war auch bereits ein größerer Stau entstanden. Doch glücklicherweise konnte sich Wolfgang am umgekippten Fahrzeug vorbeischlängeln und beschloß, in einem Lokal am Hafen von Portbou eine Pause einzulegen und auf den Rest der Gruppe zu warten. Doch bald darauf kam ein Anruf an der besagte, daß aufgrund der bereits angelaufenen Bergungsarbeiten die Fahrbahn nun gänzlich gesperrt war und der Rest der Gruppe sich daher verspäten würde. Nach rund 2 Stunden kam die Gruppe endlich an und man begab sich wieder gemeinsam Richtung Norden. Aufgrund des erlittenen Zeitverlustes entschied man die Tagesetappe auf knapp über 300 Kilometer zu verkürzen und checkte im Formule 1 Hotel in Beziers ein. |
| Am 18. Juni sollte es wiederum über rund 400
Kilometer bis nach Chambery gehen, da man aber bereits gegen 17 Uhr
dort angekommen war verlängerte man die Etappe kurzerhand um rund
50 Kilometer bis Annecy und begab sich dort auf Zimmersuche. Diese gestaltete sich aber etwas schwieriger als man es bisher gewohnt war, denn erst im dritten Hotel in dem man nachfragte, dem Kyriad - Hotel, waren noch Zimmer frei. Diese waren zwar nicht sehr geräumig, aber dafür mit Klimaanlage ausgestattet und der Preis von EUR 49,- für ein Zweibettzimmer inklusive Frühstück war auch akzeptabel. Das Abendessen im angeschlossenen Restaurant mundete ebenfalls und mit einigen leider nicht gerade preisgünstigen Bieren wurde der Tag beschlossen. Die Etappe des 19. Juni führte über Autobahnen durch die Schweiz, wobei sich Didi vom Rest der Gruppe verabschiedete und weiter nach Würzburg fuhr. Wolfgang, der sich bereits kurz nach der Abfahrt in Annecy von den anderen getrennt hatte, durchfuhr in der Schweiz das Emmental und traf mit Gerlinde und Gustav im Tiroler Ort Pians wieder zusammen. Hier übernachtete man in preisgünstigen Privatzimmern, zu denen man zufällig durch einen Gast des Dorfwirtshauses, in welchem auch zu Abend gegessen wurde, gekommen war. Nach fast 3 im Ausland verbrachten Wochen war man überglücklich, endlich wieder einheimische Hausmannskost vorgesetzt zu bekommen. Diese vorletzte Etappe hatte wieder über rund 540 Kilometer geführt. |
| Die restlichen 510 Kilometer die für die
Heimreise am 20. Juni noch verblieben waren, waren nur noch Formsache
und wurden praktisch auf einer "Backe" abgesessen. Zum Abschluß dieser Urlaubsreise, die in knapp 3 Wochen über rund 7.500 Kilometer und durch 5 Länder führte, kann folgendes Resumee gezogen werden : Diese, abgesehen von der Nordkap-Reise mit ihren gefahrenen mehr als 9.000 Kilometern, zweitlängste je von den MTC´81 Mitgliedern absolvierte Reise ließ die Teilnehmer äußerst interessante, bisher zum Teil unbekannte Länder und Landschaften kennenlernen. Daß extreme Temperaturen mit bis zu 41 Grad nicht gerade zum Wohlbefinden der Teilnehmer während ihrer Reise beitrugen steht auf einem anderen Blatt, wird aber ebensowenig in Vergessenheit geraten wie die erlebten landschaftlichen Schönheiten. Die Mitglieder des MTC´81 bereiten sich in Gedanken bereits schon wieder auf ihre Teilnahme an der nächsten FIM-Rally vor, die vom 8. - 10. Juli 2004 in Arnheim in den Niederlanden veranstaltet wird. |